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haus verkaufen Ottobrunn - Übersicht

Ottobrunn ist eine Gemeinde mit ungefähr 21.000 Einwohnern. Sie liegt im oberbayerischen Landkreis München südöstlich der Landeshauptstadt München.

 

Die Anfänge Ottobrunns als Siedlung datieren auf das Jahr 1902. Der Name Ottobrunn wurde 1913 geprägt und 1921 offiziell eingeführt. Bis zu ihrer Erhebung in den Rang einer Gemeinde (1955) war die Siedlung ein Ortsteil Unterhachings. Damit ist Ottobrunn unter den 29 Kommunen des Landkreises die einzige, die nach nur 53-jährigem Bestehen der ursprünglichen Siedlung die politische Selbstständigkeit als Gebietskörperschaft erlangt hat. Diese Entwicklung geschah ausschließlich durch organisches Wachstum, das heißt ohne Zusammenschluss mit anderen Siedlungen oder Gemeinden. Seit den 1960er Jahren zählt Ottobrunn zu den bevölkerungsreichsten Gemeinden des Landkreises.

 

Entscheidende Entwicklungsimpulse setzten die Luftfahrtforschungsanstalt München (LFM) (1940–1945) sowie der Zustrom an Ausgebombten, Flüchtlingen und Heimatvertriebenen (seit 1942 beziehungsweise 1945). Nach der Gründung der Bundesrepublik kamen die Übernahme des benachbarten Fliegerhorsts Neubiberg von der US-Luftwaffe durch die Bundeswehr (1958), die Ansiedlung der Bölkow-Entwicklungen KG (1958) – Keimzelle des weltbekannten Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzerns Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB) – sowie die Gründung der IABG (1961) als Schlüsselereignisse hinzu. MBB war maßgeblich dafür verantwortlich, dass Ottobrunn über Jahrzehnte als einer der führenden High-Tech-Standorte Europas galt.

 

Obwohl seit Mitte der 1990er Jahre zahlreiche Arbeitsplätze in und um Ottobrunn abgebaut und teilweise an andere Standorte verlagert wurden, überschritt Ottobrunn im Jahr 2010 die Marke von 20.000 Einwohnern. Weil Ottobrunn zugleich die Gemeinde mit der kleinsten Gebietsfläche im Landkreis ist, weist der Ort die zweithöchste Einwohnerdichte unter den mehr als 11.000 Kommunen Deutschlands auf.

 

Charakteristische Ottobrunner Bauwerke und Einrichtungen sind die Villa Waldschlößchen (1902), die Kirche St. Otto (1937), das Kultur- und Veranstaltungszentrum Wolf-Ferrari-Haus (1986), das Phönix-Bad (1999), das Einkaufszentrum Isar Center (1971) und der Büropark Ottobrunn (2001).

 

Die Gemeinde liegt im südöstlichen Umland von München. Der kürzeste Abstand zur Münchner Stadtgrenze beträgt rund 535 Meter. Von der Ottobrunner Ortsmitte zum Marienplatz in München sind es in der Luftlinie zehneinhalb Kilometer. Die Entfernung zu den Nachbargemeinden beträgt von Ortsmitte zu Ortsmitte 2,4 (Neubiberg) bis 5,4 (Taufkirchen) Straßenkilometer.

 

Bis zum Münchner Hauptbahnhof sind es auf der Straße knapp 15 Kilometer und zum Flughafen München 56 Kilometer.

 

Die nächstgelegenen Wälder – der Höhenkirchener Forst, der Perlacher Forst, der Hofoldinger Forst und der Grünwalder Forst – befinden sich allesamt in einem Umkreis von höchstens zehn Kilometern. Unter den Naherholungsgebieten Oberbayerns sind der Starnberger See und der Tegernsee keine 40, der Schliersee knapp 45 und das Skigebiet am Brauneck bei Lenggries nicht ganz 55 Straßenkilometer von Ottobrunn entfernt.

 

Die Gemeinde erstreckt sich über eine Fläche von 5,23 Quadratkilometern (1. Januar 2014). Das ist das kleinste Gemeindegebiet im Landkreis München. Die größte Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd rund 2,8 Kilometer, von Ost nach West rund 3,9 Kilometer.

 

Der Verlauf der nördlichen, östlichen und südlichen Gemeindegrenze entspricht im Wesentlichen der Grenze zwischen der Gemarkung Unterhaching und den Nachbargemarkungen Unterbiberg, Putzbrunn, Hohenbrunn und Taufkirchen aus der Zeit um 1800. Der Verlauf der westlichen Gemeindegrenze geht weitgehend auf den Trennungsbeschluss zwischen Unterhaching und Ottobrunn vom 16. Oktober 1953 zurück.

 

85,6 Prozent des Gemeindegebiets sind Siedlungs- oder Verkehrsfläche (31. Dezember 2013). Das ist der mit Abstand höchste Wert unter den 29 Kommunen des Landkreises (Durchschnitt: 19,5 Prozent). Davon entfallen auf Wohnflächen 45,3 Prozent (Landkreis: 6,0 Prozent), auf Verkehrsflächen 15,9 Prozent (Landkreis: 5,8 Prozent), auf Gewerbe- oder Industrieflächen 7,5 Prozent (Landkreis: 1,3 Prozent) und auf den Friedhof 1,9 Prozent (Landkreis: 0,1 Prozent).

 

Mit 3972 Einwohnern pro Quadratkilometer liegt Ottobrunn an zweiter Stelle der am dichtesten besiedelten Gemeinden Deutschlands (31. Dezember 2013). In Anbetracht der nahezu vollständigen Bebauung sieht sich die Gemeinde nicht mehr in der Lage, neue Baugebiete auszuweisen.

 

Der größte Wald ist der Bahnhofswald, den sich Ottobrunn mit Neubiberg teilt. Größere landwirtschaftliche Flächen finden sich innerhalb des Gemeindegebietes nur noch ganz im Südwesten rund um das Eisstadion und umfassen kaum 10 Hektar.

 

Ottobrunn grenzt im Norden an die Gemeinde Neubiberg, im Osten an den Ortsteil Waldkolonie der Gemeinde Putzbrunn, im Südosten an den Ortsteil Riemerling der Gemeinde Hohenbrunn, im Südwesten an die Gemeinde Taufkirchen und im Westen an die Gemeinde Unterhaching.

 

Die Postleitzahl 85521 (bis 30. Juni 1993: 8012) teilt Ottobrunn mit Riemerling. Die Flurstücke auf dem Gemeindegebiet Ottobrunns zählen trotz der Ausgemeindung Ottobrunns im Jahr 1955 weiterhin zur Gemarkung Unterhaching.

 

Bis auf den Westen sowie Abschnitte im Nordwesten, Südwesten und Osten verläuft die Grenze Ottobrunns zu seinen Nachbargemeinden durch überwiegend dichte Bebauung. So ist die Zugehörigkeit mancher Anwesen zu ihrer Gemeinde nicht immer klar erkennbar.

 

Komplex sind auch die Verhältnisse im Technologie- und Innovationspark (TIP). Er reicht etwa 250 Meter in das Gemeindegebiet von Ottobrunn und rund 1,1 Kilometer in das Gemeindegebiet von Taufkirchen. Dennoch führen manche dort ansässige Unternehmen – auch jene, die auf Taufkirchener Flur liegen und daher umfassend in die Zuständigkeit dieser Gemeinde fallen – in der Postanschrift ihres Standorts die Angabe „85521 Ottobrunn“. Prominentes Beispiel ist die IABG Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft mbH (Einsteinstraße 20).

 

Die amtliche Meereshöhe Ottobrunns beträgt 555 m ü. NHN, gemessen am Turm der Kirche St. Otto (Friedenstraße 17). Das Rathaus befindet sich auf einer Meereshöhe von 557 m ü. NHN.

 

Bedingt durch die Lage der Gemeinde auf der Münchner Schotterebene sowie das Fehlen von Flüssen und Bächen weist die natürliche Bodenoberfläche Ottobrunns keine nennenswerten natürlichen Erhebungen oder Vertiefungen auf. Entsprechend dem Gefälle der Schotterebene liegt der äußerste Süden des Gemeindegebiets 18 Meter höher als der äußerste Norden, der äußerste Westen dagegen nur knapp sechs Meter höher als der äußerste Osten.

 

Der tiefste Punkt Ottobrunns mit 546 m ü. NHN befindet sich im Nordwesten des Gemeindegebiets auf der sogenannten westlichen Ortsumgehung (Staatsstraße 2078) an der Grenze zu Neubiberg kurz vor der Unterführung des Landschaftsparks Hachinger Tal. Im Westen des Ortes, wo die Staatsstraße 2078 die Grenze zu Unterhaching quert (nahe der Einmündung der Daimlerstraße), beträgt die Normalhöhe 554,1 Meter. Im Osten, wo die Ottostraße die Grenze zu Putzbrunn quert, ist das Gelände 560 Meter hoch. Im Süden, wo die Rosenheimer Landstraße die Grenze zu Taufkirchen quert, beträgt die Normalhöhe knapp 564 Meter. Der höchste Punkt Ottobrunns mit 565 Meter ist der Gipfel des sogenannten Bölkowbergs, eines im Jahr 1971 künstlich aufgeschütteten Rodelhügels unmittelbar südlich des Schwimmbads am Haidgraben.

 

Ottobrunn liegt im Südteil der Münchner Schotterebene. Dort ist die Kiesschicht sehr mächtig und porös, weshalb das Grundwasser erst in einer Tiefe von etwa 15 Metern unter Gelände anzutreffen ist und das Gemeindegebiet keine natürlichen Oberflächengewässer besitzt.

 

Der Standort Ottobrunn besitzt hervorragende natürliche Voraussetzungen für eine Wärmegewinnung und Stromerzeugung aus tiefer Geothermie. Der Grund dafür sind ergiebige Heißwasservorkommen von 130 °C in drei Kilometern Tiefe unter Normalnull. Ende der 1990er Jahre gab es seitens der Ottobrunner Gemeindeverwaltung großes Interesse an der Nutzung dieser hydrothermalen Energievorräte. Allerdings konnten diese Planungen nicht verwirklicht werden. Mittlerweile hat das Bergamt Südbayern alle für Bohrungen infrage kommenden Rechtstitel auf Grundbesitz („Claims“) vergeben, so dass in Ottobrunn keine Bohrmöglichkeiten mehr bestehen.

 

Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl Ottobrunns durch den Zuzug von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen sprunghaft an. 1947 beschloss der Gemeinderat Unterhaching einstimmig, Ottobrunn auszugemeinden. 1953 wurden die endgültige Selbständigmachung beschlossen. Am 1. April 1955 wurde Ottobrunn selbständig. Das Ottobrunner Gemeindegebiet bestand im Wesentlichen aus dem ursprünglich gemeindefreien Areal im Höhenkirchener Forst, das der bayerische Staat um 1800 der Unterhachinger Bauernschaft zugeschlagen hatte, sowie einem knapp 200 bis 600 Meter breiten Streifen westlich des Haidgrabens, der schon vor 1800 zur Gemarkung Unterhaching gehört hatte. Als Rathaus diente bis 1983 die ehemalige Villa von Ermanno Wolf-Ferrari.

 

1958 verlagerte der Luftfahrtpionier Ludwig Bölkow sein Unternehmen Bölkow-Entwicklungen KG mit 223 Mitarbeitern vom Flughafen Stuttgart auf das Gelände der ehemaligen LFM. In den folgenden Jahrzehnten wurde das LFM-Gelände zu einem Zentrum der Luft-, Raumfahrt- und Rüstungsindustrie ausgebaut, das im internationalen Vergleich nur wenig seinesgleichen hatte. Eigentumsverhältnisse, Unternehmensbezeichnungen und Rechtsformen wechselten häufig: Bölkow GmbH (ab 1965), Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH (MBB; ab 1969), Deutsche Aerospace AG (DASA; ab 1989), Daimler-Benz Aerospace AG (Dasa; ab 1994), DaimlerChrysler Aerospace AG (Dasa; ab 1998), EADS Deutschland GmbH (seit 2000) und Airbus Defence and Space (DS) (seit 2014). Das Gelände gehört noch heute weitgehend zur Gemarkung Taufkirchen; der Sitz der Geschäftsführung war jedoch Jahrzehnte lang in Ottobrunn. Der Unternehmensstandort wurde daher – pars pro toto – mit „Ottobrunn“ bezeichnet und unter diesem Namen auch weltweit bekannt. Als Ludwig Bölkow 1977 aus der Geschäftsführung ausschied, war MBB das größte Luft- und Raumfahrtunternehmen der Bundesrepublik. Allein im Werk „Ottobrunn“ arbeiteten rund 6.500, Ende der 1980er Jahre sogar rund 10.000 Mitarbeiter.

 

1961 entstand in unmittelbarer Nachbarschaft zur Bölkow-Entwicklungen KG die auf Taufkirchener Flur gelegene Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft (IABG). In Spitzenzeiten arbeiteten von den fast 1800 Mitarbeitern fast 1600 am Standort „Ottobrunn“.

 

Das rapide Wachstum dieser Unternehmen übte auf Ottobrunn einen enormen Siedlungsdruck aus. Vor allem unter dem ersten Bürgermeister Anton Wild (1955–1962) änderte sich das Erscheinungsbild Ottobrunns grundlegend. Es entstanden Neubausiedlungen, zum Teil mit Hochhäusern, und Gewerbegebiete. Vor diesem Hintergrund formierte sich 1962 die Bürgervereinigung Ottobrunn e. V. (BVO), eine Bürgerinitiative, die sich seither für den Erhalt des noch verbliebenen Gartensiedlungs-Charakters einsetzt.

 

Die 1960er und 1970er Jahre waren in Ottobrunn von einem massiven Siedlungsbau zur Bewältigung des Bevölkerungswachstums geprägt. Zwischen 1969 und 1978 erlebte Ottobrunn den Bau zahlreicher Sport- und Freizeiteinrichtungen im Südwesten der Gemeinde. Das größte Projekt war der Sportpark am Haidgraben (siehe Abschnitt „Sportstätten“). In den 1980er Jahren verlagerte sich das Baugeschehen in die Mitte des Gemeindegebiets. Da Ottobrunn keinen gewachsenen Ortsmittelpunkt hatte, wurde er von Grund auf geplant. In kurzer Folge entstanden ein neues Rathaus (1981–1983), eine Fußgängerzone mit Ladenzeilen (1984) sowie das Kultur- und Veranstaltungszentrum Wolf-Ferrari-Haus (1983–1986).

 

Das Ende des Kalten Krieges löste in Ottobrunn eine massive Strukturkrise aus. Der aus dem MBB/IABG-Gelände hervorgegangene Technologie- und Innovations-Park (TIP) im Grenzgebiet von Ottobrunn und Taufkirchen büßte durch die Streichung staatlicher Rüstungsaufträge und die Konzentration von Luftfahrt-Entwicklungsprojekten an anderen Standorten viel von seiner Stellung als herausragendem europäischen Hochtechnologie-Standort ein. Selbst unternehmenspolitische Entscheidungen, die nur den Taufkirchener Teil des TIP betrafen, hatten wegen der zahlreichen, in unmittelbarer Ottobrunner Nachbarschaft lebenden Beschäftigten und deren Familien erhebliche Auswirkungen auf diese Gemeinde. Eine führende Stellung behielt der Standort „Ottobrunn“ lediglich bei Raumfahrt-Entwicklungsprojekten.

 

Seit Anfang der 1990er Jahre ist Ottobrunn im Bereich „Energiesparen und Klimaschutz“ sehr aktiv. Zwischen 2005 und 2010 gewann die Gemeinde mehrere Preise bei einschlägigen, deutschlandweiten Wettbewerben. 2007 beschloss die Gemeinde Ottobrunn, die Ziele der Energievision des Landkreises München zu übernehmen. Ende 2011 wurde die Gemeinde vom Landkreis München für ihr Solarpotenzialkataster mit dem Energiepreis 2011 geehrt.

 

Seit 2013 entsteht in dem auf Taufkirchener Flur gelegenen Teil des Technologie- und Innovations-Parks (TIP) Europas größte Fakultät für Luft-, Raumfahrt und Sicherheit – der Ludwig Bölkow Campus. Dies könnte auch den Ottobrunner Teil des TIP beleben. Eine zusätzliche Aufwertung erfährt der Standort „Ottobrunn“ durch eine Rückverlagerung militärischer Forschung und Entwicklung unter dem Dach der 2014 gegründeten Airbus-Sparte „Defence and Space“ (DS) mit Sitz in Taufkirchen.

 

Ottobrunn hat 20.784 Einwohner (31. Dezember 2013). Ihre demographische Zusammensetzung weist zwei Besonderheiten auf: Der Anteil der weiblichen Einwohner (52,0 Prozent) ist um 1,2 Prozent, der Anteil der mindestens 65 Jahre alten Einwohner (23,1 Prozent) um 2,5 Prozent höher als im Durchschnitt des Landkreises München (31. Dezember 2013). Ottobrunn steht nach München auf Platz 2 der Rangfolge der deutschen Kommunen mit der höchsten Bevölkerungsdichte.

 

Das Kultur- und Veranstaltungszentrum der Gemeinde Ottobrunn ist das Wolf-Ferrari-Haus. Es beherbergt neben dem Fest- und dem Ratssaal sowie Räumen für Veranstaltungen unter anderem das Kino Filmstudio mit einem Saal (80 Sitzplätze), die Ottobrunner Gemeindebibliothek, Kursräume der Volkshochschule, ein Restaurant, ein Café, einen Schießstand, eine Kegelbahn und eine Diskothek.

 

Die früher Mehrzweckhalle genannte Ferdinand-Leiß-Halle im Sportpark ist nicht nur ein Austragungsort für Sportveranstaltungen. In ihr werden auch die Südtiroler Weinfeste der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn, Flohmärkte der Frauen Union Ottobrunn sowie Faschingsbälle abgehalten.

 

Das Kino Ottobrunn in der Ottostraße ist neben dem Kino im Wolf-Ferrari-Haus das einzige im südlichen Landkreis München.

 

Mittelpunkt der sportlichen Aktivitäten ist der Sportpark am Haidgraben. Er besteht aus folgenden Einrichtungen:

 

Das 1999 eröffnete, seither mehrfach erweiterte und modernisierte Phönix-Bad ist ein Hallen- und Freibad mit Warmwasser- und Kinder-Planschbecken im Außenbereich, einer Saunalandschaft im Innen- und Außenbereich sowie einem Wellness-/Spa-Bereich. In dieser Kombination ist das Phönix-Bad einzigartig im Landkreis München und zieht jährlich rund 400.000 Besucher an. Vorläufer des Phönix-Bads war ein an gleicher Stelle befindliches Hallenbad mit beheiztem Freibecken (Bauzeit 1974–1976), das 1996 einem Großbrand zum Opfer fiel.

 

Das Fußball- und Leichtathletikstadion wurde 1969–1971 erbaut und erhielt 1977 eine Tribünenüberdachung.

 

Die Ferdinand-Leiß-Halle (1976–1978) ist Sitz des TSV Ottobrunn und wurde 2003 nach dem Ottobrunner Bürgermeister benannt, in dessen Amtszeit (1962–1977) der Sportpark entstand. Der ursprünglich nur Mehrzweckhalle genannte Bau beherbergt eine Dreifach-Turnhalle mit Zuschauertribüne, die auch für nichtsportliche Veranstaltungen genutzt wird. Nach dem Südtiroler Weinfest 2018 wird die Halle für die Dauer von mindestens einem Jahr saniert, sie erhält u. a. ein neues Dach und ein neues Erscheinungsbild.

 

Das Freiluft-Eislaufstadion (1977) ist das einzige im Landkreis München und Heimat des Sportvereins ERSC Ottobrunn. Es zählt pro Wintersaison rund 18.000 zahlende Besucher sowie rund 5.000 Kinder unter sechs Jahren.

 

Weiterhin gehören zum Ottobrunner Sportpark mehrere Tennisplätze, ein Hartspielplatz und ein inoffiziell „Bölkowberg“ genannter Rodelhügel, die 1971 angelegt wurden.

 

1996 wurden unmittelbar südlich des Parkfriedhofs zwei Fußball-Trainingsplätze fertiggestellt. Westlich des Eisstadions entstanden 2009 ein Kunstrasenplatz, 2012 ein Basketballplatz mit Tartanboden und zwei Beachvolleyballfelder, allesamt ausgestattet mit einer Flutlichtanlage.

 

Die Gemeinde Ottobrunn hat die Sportpark-Einrichtungen an ein 100-prozentiges Tochterunternehmen, die Sportpark Ottobrunn GmbH, verpachtet. Es wirtschaftet eigenverantwortlich und ist für den Betrieb der Einrichtungen ganz oder teilweise zuständig. Die Nutzung der Anlagen durch Vereine regeln Verträge mit der Sportpark Ottobrunn GmbH und der Gemeinde Ottobrunn. – Mit dem Bau des Sportparks war der TSV Ottobrunn nicht mehr auf die Turnhalle in der Schule I an der Friedenstraße, die sogenannte „Jahnhalle“, und auf seinen heute überbauten Sportplatz am nördlichen Haidgraben angewiesen.

 

Obwohl ursprünglich eine Ansammlung von Waldkolonien, besitzt Ottobrunn infolge der starken Bebauung nur noch wenige Waldgebiete. Ende 2013 betrug der Anteil der Waldflächen am Gemeindegebiet 6,8 Prozent. Das ist einer der niedrigsten Werte unter den 29 Kommunen des Landkreises München (Durchschnitt: 44,2 Prozent). Unter den Gemeinden im Waldgürtel südlich und östlich von München wird Ottobrunn diesbezüglich nur von der Nachbargemeinde Neubiberg übertroffen.

 

Das größte Waldgebiet ist der 23 Hektar große Bahnhofswald an der Bahnhofstraße, den sich Ottobrunn, wo er Amalienwald heißt, mit Neubiberg teilt. 1986 wurde der Amalienwald zu einem naturnahen Erholungsgebiet gestaltet.

 

Weitere Waldflächen auf Ottobrunner Flur sind der Hans-Kreß-Wald zwischen Rosenheimer Landstraße, Burgmaierstraße und Hans-Kreß-Straße, das Wäldchen an der Einsteinstraße (Zwölferholz) auf Höhe des Stieglitzwegs, die Wäldchen nördlich und südlich des Gymnasiums zwischen Karl-Stieler-Straße und Adalbert-Stifter-Straße, das Wäldchen zwischen Adalbert-Stifter-Straße und Hermann-Löns-Straße sowie das Wäldchen an der Putzbrunner Straße westlich und östlich der Buchenstraße.

 

Der Anteil der Grünanlagen am Gemeindegebiet beträgt 2,3 Prozent (Landkreis: 0,7 Prozent) (31. Dezember 2013). Das ist einer der höchsten Werte unter den Kommunen des Landkreises. Die größte Parkanlage mit drei Hektar Fläche ist der 1971 angelegte Park an der Ecke Ranhazweg/Drosselstraße.

 

Zu erwähnen sind auch die Maderwiese (oder Festwiese) in der Ortsmitte (Eduard-Klas-Weg), die Eichendorffwiese (Ecke Eichendorffstraße/Pestalozzistraße) und die Hans-Watzlik-Wiese (auch Watzlikwiese) (Schillerstraße).

 

Der 10,3 Hektar große Parkfriedhof (Ecke Haidgraben/Pfarrer-Krempl-Weg) wurde im Juli 1981 eingeweiht. Bis dahin hatten Beisetzungen auf dem Friedhof von Unterhaching stattgefunden. Er war die letzte Einrichtung gewesen, die Ottobrunn nach seiner Ausgemeindung im Jahr 1955 noch mit der Muttergemeinde teilte. Bevor die Gemeinde im Jahr 1977 das Gelände erwarb, auf dem der Parkfriedhof entstand, gehörte es Margarete Freifrau von Stengel, der ältesten Tochter von Bankier Wilhelm von Finck.1993 wurde der Parkfriedhof erweitert.

 

Vom 126 Hektar großen Landschaftspark Hachinger Tal auf dem ehemaligen Flugplatz Neubiberg besitzt Ottobrunn einen Anteil von 15 Hektar im Osten.

 

Das Gewerbegebiet Nord hat einschließlich öffentlicher Erschließung eine Fläche von 27,9 Hektar. Es beginnt im Norden an der Einmündung der Alten Landstraße in die Staatsstraße 2078, erstreckt sich im Westen bis zur Grenze zu Unterhaching, im Osten bis etwa 100 Meter östlich der Alten Landstraße und endet im Süden ungefähr auf Höhe der Straße „Finsinger Feld“ beziehungsweise des Bozaunwegs.

 

Am nördlichen Ende befindet sich seit 2001 der 1,1 Hektar große Büropark Ottobrunn. Seine architektonischen Wahrzeichen sind ein U-ähnlicher Bürokomplex zwischen der Staatsstraße 2078 und der Alten Landstraße sowie ein zylindrischer Büroturm am Haidgraben, der vor allem ein radiologisches Diagnose- und Servicezentrum beherbergt. Im westlichen Teil des Gewerbegebiets (Finsinger Feld) hat Ottobrunns größter Arbeitgeber TE Connectivity mit rund 600 Mitarbeitern seinen Sitz und sein 16 Hektar großes Gelände. Im südlichen Teil des Gewerbegebiets (Haidgraben) befinden sich unter anderem der Sitz des Zweckverbands München-Südost sowie der gemeindliche Wertstoffhof.

 

Das Gewerbegebiet Mitte hat einschließlich öffentlicher Erschließung eine Fläche von 10,8 Hektar. Es beginnt im Norden rund 50 Meter südlich des Kathi-Weidner-Weges an der ehemaligen Südgrenze des aufgelassenen Militärflugplatzes Neubiberg, erstreckt sich im Westen bis zur Grenze zu Unterhaching an der Staatsstraße 2078, im Osten bis zum Haidgraben und endet im Süden an der Unterhachinger Straße.

 

Im Gewerbegebiet Mitte ist der Einzelhandel recht stark vertreten. Hierzu gehören das 0,8 Hektar große Einkaufszentrum „Isar Center“, eine freie Tankstelle, eine Discounter-Filiale, zwei Filialen eines Sportfachhändlers sowie das Verkaufshaus eines Auto-Ersatzteilehändlers. Weitere bedeutende Betriebe sind der Firmensitz eines weltweit agierenden Bondtechnik-Herstellers und die Niederlassung eines Papier-Großhändlers. Das Gewerbegebiet Mitte ist auch Sitz der Ludwig-Bölkow-Stiftung und der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH.

 

Der rund 10 Hektar große Technik- und Innovationspark (TIP) liegt zum weitaus größten Teil auf dem Gebiet der Gemeinde Taufkirchen. Letzteres gilt auch für die Hochtechnologie-Unternehmen Airbus Defence and Space (DS) und IABG sowie den Ludwig-Bölkow-Campus.

 

Innerhalb Ottobrunns wird der Technologie- und Innovationspark im Norden vom Sportpark Ottobrunn, im Osten von Teilen der Einsteinstraße eingerahmt. Hervorgegangen ist der TIP aus dem Werksgelände der Firmen Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB) und IABG.

 

In Ottobrunn befinden sich die Hauptsitze folgender Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern: der Hersteller von Produkten und Systemen für die Energieversorgung TE Connectivity, der Industrieelektronikhersteller Panasonic Automotive & Industrial Systems, der Online-Versandhändler von Luxusmodeartikeln und Accessoires Stylebop, die auf Bauen und Immobilien spezialisierte Pöttinger Unternehmensgruppe, der Druckerzeugnis-Hersteller BARTSCH International, der Sportartikel-Einzelhändler Sport Sperk, das Autohaus Simon Gruber und der Verpackungs-Hersteller Zerzog.

 

Das Ottobrunner Straßennetz hat eine Gesamtlänge von rund 52 Kilometern (2012) Hauptverkehrsader ist die knapp drei Kilometer lange, fast schnurgerade von Nordwesten nach Süden durch das Gemeindegebiet verlaufende Alte Landstraße/Rosenheimer Landstraße, inoffiziell „RoLa“ abgekürzt. Weitere wichtige Straßen in Nord-Süd-Richtung sind die Staatsstraße 2078, der Haidgraben, die Mozartstraße/Hohenbrunner Straße sowie die Lenbachallee. Wichtige Straßen in West-Ost-Richtung sind die Unterhachinger Straße, die Putzbrunner Straße, der Ranhazweg und die Ottostraße.

 

Anfang des 21. Jahrhunderts erhielt Ottobrunn im Nordwesten eine Ortsumfahrung, die sogenannte „Westumgehung“. Der erste Bauabschnitt wurde im Dezember 2001, der zweite elf Monate später dem Verkehr übergeben. Gleichzeitig wurde die Alte Landstraße/Rosenheimer Landstraße von der Staatsstraße 2078 zur Kreisstraße M 12 abgestuft.

 

Ottobrunn ist über drei Autobahn-Anschlussstellen (AS) an den Straßen-Fernverkehr angeschlossen: an der A8 über die AS 93 Unterhaching-Ost mit Verbindung nach Ottobrunn-Mitte (seit 2002) und AS 94 Taufkirchen-Ost mit Verbindung nach Ottobrunn-Süd (seit 2001), an der A99 über die AS 20 Ottobrunn mit Verbindung nach Ottobrunn-Süd. An der Stelle der AS 94 hatte zuvor 30 Jahre lang eine Behelfsanschlussstelle für die Unternehmen Messerschmitt-Bölkow-Blohm und die IABG bestanden.

 

Ottobrunn liegt an der Bahnstrecke München-Giesing–Kreuzstraße. Seit 1972 wird Ottobrunn von der S-Bahn München bedient und ist in den gleichzeitig gestarteten Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) integriert. Die Linie S7 verbindet die Gemeinde mit München und einigen Nachbarorten täglich im 20-Minuten-Takt. Auf dem Ostast der S7 mit der Endhaltestelle Kreuzstraße ist Ottobrunn der äußerste Haltepunkt der Tarifzone „Innenraum“. Laut Fahrplan sind der Bahnhof München Ost in 14, München Hbf in 26, der Bahnhof München-Pasing in 40 und der Flughafen München in 68 Minuten zu erreichen.

Fläche:

Einwohner:

Bevölkerungsdichte:

5,23 Quadratkilometer

21.295

4.068 Einwohner pro Quadratkilometer


WOHNUNG VERKAUFEN ottobrunn - MIETRENDITE

Ottobrunn gehört zu den aufstrebenden Teilen des Münchner Umlands. Die schnelle Anbindung an die Münchner Innenstadt durch die S-Bahn sowie die gleichzeitige Nähe zu den Alpen machen Ottobrunn durch alle Altersschichten hinweg beliebt. In Sachen Immobilienpreisen hinkt Ottobrunn noch ein wenig hinter der bayerischen Landeshauptstadt hinterher.

 

Für Immobilieninvestoren ist jedoch nicht der absolute Kaufpreis entscheidend, vielmehr sind die Kaufpreise relativ zu den Mietpreisen entscheidend. Dafür wird oft die sogenannte Mietrendite als Kennzahl verwendet. Sie setzt die jährlichen Mieteinnahmen einer Immobilie ins Verhältnis zum Kaufpreis. Je höher die Mietrendite, desto profitabler das Immobilieninvestment. Unsere Experten haben für Sie die Mietrendite in Ottobrunn über die einzelnen Größensegmente hinweg analysiert und die Hauptergebnisse dieser Analyse nachfolgend dargestellt.

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Für kleine Wohnungen bis 40 Quadratmeter ist ein sinkender Trend für die Entwicklung der Mietrendite für Ottobrunn zu erkennen. Während die durchschnittliche Mietrendite Mitte 2015 bei etwa 4,5% lag, fiel diese bis Oktober 2017 auf ca. 3%. Dies entspricht einem Rückgang von 1,5 Prozentpunkten bzw. einem prozentualen Rückgang um ca. 33% über den Beobachtungszeitraum respektive ca. 14% pro Jahr. Über die Zeit sind jedoch in diesem Größensegment sehr starke Schwankungen der Mietrendite zu erkennen, deshalb sollte der sinkende Trend nicht isoliert und eher im Gesamtkontext gesehen werden.

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Für Wohnungen von 40 bis 80 Quadratmetern ist hingegen ein steigender Trend für die Entwicklung der Mietrendite in Ottobrunn zu beobachten. Während die durchschnittliche Mietrendite Ende 2014 bei etwa 3,8% lag, stieg diese bis November 2017 auf ca. 5%. Dies stellt einen Anstieg von 1,2 Prozentpunkten bzw. eine prozentuale Steigerungsrate von ca. 30% über den Betrachtungszeitraum und ca. 10% pro Jahr dar. Die Mietpreise scheinen also im Beobachtungszeitraum stärker gestiegen zu sein als die Kaufpreise im selben Zeitraum.

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Für mittelgroße bis große Wohnungen ist eher ein leichter Rückgang der Mietrendite im betrachteten Zeitraum zu erkennen. Ende 2014 lag die durchschnittliche Mietrendite bei etwa 3,8%, im Juli 2017 bei ca. 3,3%. Dies entspricht einem Rückgang von 0,5 Prozentpunkten bzw. einem prozentualen Rückgang von 14% über den Betrachtungszeitraum bzw. ca. 5% pro Jahr. Die Kaufpreise scheinen in diesem Größensegment also stärker gestiegen zu sein als die Mietpreise im gleichen Zeitraum. Auch in diesem Größensegment sind starke Schwankungen der Mietrendite über die Zeit zu erkennen, was die Aussagekraft der Analyse dementsprechend einschränkt.

Für sehr große Wohnungen über 120 Quadratmeter ist ein Rückgang der Mietrendite über den Betrachtungszeitraum hinweg zu beobachten. Die durchschnittliche Mietrendite lag im April 2015 bei etwa 3,4%, bis Oktober 2017 ging diese auf ca. 3,1% zurück. Dies entspricht einem Rückgang von 0,3 Prozentpunkten. Jedoch sind auch in diesem Größensegment sehr starke Schwankungen der Mietrendite zu erkennen, somit ist dieser leichte Rückgang nicht als statistisch signifikant anzusehen und sollte daher eher eine Tendenz im Gesamtkontext darstellen.

 

Insgesamt ist festzuhalten, dass sich für Ottobrunn keine einheitliche Aussage über die Entwicklung der Mietrendite über die verschiedenen Größensegmente hinweg treffen lässt. Während für große und sehr große Wohnungen tendenziell ein Rückgang der Mietrendite zu erkennen ist, ist für mittelgroße Wohnungen eher ein Anstieg der Mietrendite zu beobachten. Ob sich diese Entwicklung auch zukünftig fortsetzen wird haben unsere Experten versucht, in unserer Rubrik Preise und Prognosen für Sie darzustellen.

AKTUELLE MARKTBERICHTE UND PROGNOSEN

In unserer Kategorie Preise und Prognosen finden Sie Prognosen der Entwicklung der Immobilienpreise Ottobrunn.

Zudem stellen wir Ihnen Marktberichte unserer Immobilienmakler Ottobrunn zur Verfügung.